Ethik

Ethik 2015-10-20T14:36:44+00:00

Haben wir das Recht, Tiere zu töten?

„Auch wenn wir gar nicht hoffen könnten, dass jemals alle Menschen zur vegetarischen Lebensweise übergehen werden, hätte niemand deswegen das Recht, Fleisch zu essen. Ein Unrecht bleibt auch dann ein Unrecht, wenn es alle verüben. …Ich sage ja nicht, dass jeder Mensch, der vegetarisch lebt, gerecht sei, sondern, dass jeder, der nicht vegetarisch lebt, auch daduch ungerecht handelt.“

Zitat von Magnus Schwantje (1877-1959), einer der ersten großen Vorkämpfer für Vegetarismus und Tierschutz, prägte im Jahr 1902 den Begriff „Ehrfurcht vor dem Leben“.

Die meisten Vegetarier sind Menschen, die verstanden haben, dass wir als Beitrag zu einer gerechteren und friedlicheren Gesellschaft zunächst das Problem der Gewalt in unserem eigenen Handeln lösen müssen. Sie sind sich bewußt geworden, dass der Fleischkonsum eine massive Gewaltanwendung gegen andere Lebewesen mit sich bringt, was nicht nur überflüssig, sondern auch ethisch unverantwortbar ist.

Die Macht des Einzelnen

Was können wir tun?
Wir können bei uns selbst beginnen!

Es ist heute dringender denn je notwendig, dass jeder einzelne Mensch seine Ernährungsweise reiflich überdenkt und einsieht: Das Essen von Fleisch ist nicht nur eine Privatsache! Zu gross sind die Schäden, die dadurch angerichtet werden – für die eigene Gesundheit, für die Tiere, für die Umwelt.

Niemand darf sich Hoffnungen machen, dass die wachsenden Weltprobleme gelöst werden können, solange wir nicht bereit sind, unseren eigenen Lebensstil zu ändern – und vegetarisch zu leben ist ein erster konstruktiver Schritt in diese Richtung.

(Quelle: „Vegetarisch leben“, R. Zürrer u. Armin Risi, Govinda Verlag 1999)