Gesundheit

Home|Vegetarismus|Gesundheit
Gesundheit 2015-10-20T14:34:32+00:00

Fördert Fleischessen gewisse Krankheiten? Kann umgekehrt eine rein vegetarische Ernährung die Gesundheit verbessern oder wiederherstellen? Kann sie bestimmten Krankheiten vorbeugen oder sie verhüten?

Vegetarier bejahen diese Fragen aus praktischer Erfahrung schon seit Jahrzehnten. In jüngster Zeit erbringen medizinische Untersuchungen weltweit immer mehr Beweise, dass zwischen Fleischkonsum und verschiedenen Krankheiten, wie Arteriosklerose, Herz- und Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht, Gicht, Rheuma, Diabetes und Krebs, eine direkte Verbindung besteht.

Diese Krankheiten kommen bei Vegetariern erwiesenermaßen wesentlich seltener vor als bei Fleischessern. So beträgt zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkt-Todes bei Vegetariern lediglich 5 % des Durchschnittsrisikos, oder bei Krebserkrankungen unter 10% der üblichen Rate.

Herzerkrankungen

„90 bis 97% der Herzkrankheiten könnten durch fleischlose Kost vermieden werden“, zitiert das Journal of the American Medical Association (176/1961). Die im Fleisch enthaltenen Eiweiße sind für den menschlichen Körper nicht gänzlich abbaubar (höchstens bis zu 70%; im Gegensatz zu den andersgearteten Eiweißen in Milch und Pflanzen, die für die menschliche Verdauung geeigneter sind).

Die Eiweißfrage

Der Mensch kann nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ohne tierisches Eiweiß gesund leben. Zusätzlich konsumiertes tierisches Eiweiß bedeutet nicht nur Verschwendung, sondern kann auch gefährliche Schäden im Körper verursachen.Der namhafte Facharzt Prof. Dr. med. Lothar Wendt hat nachgewiesen, dass sich überschüssiges Eiweiß in den Blutgefäßen und im Zwischenzell-Bindegewebe ablagert und so die Versorgung der Organe, Muskeln, Knochen, Gelenke und Haut mit Vitalstoffen verhindert.

Ein übermäßiger Konsum von tierischem Eiweiß kann somit die Ursache für Bluthochdruck, Herzinfakt, Schlaganfall, Arteriosklerose, Gicht, Polyarthritis, Rheuma und für die Zunahme der Allergien und Hautkrankheiten sein. (aus: Gesund werden durch den Abbau von Eiweißüberschüssen, 1991)

Der Eiweiß-Tagesbedarf liegt bei 25-30 Gramm. Es ist leicht möglich und viel gesünder, dies aus rein vegetarischer Nahrung in Form von Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Milchprodukten zu beziehen.

Lebenserwartung

Wissenschaftler haben begonnen, die Gesundheit der Völker systematisch zu untersuchen. Berühmt gewordene Beispiele sind ein Hirtenvolk in Ecuador und der Hunza-Stamm in Kaschmir sowie verschiedene Völker Südindiens, bei denen Krebs und Herzkrankheiten praktisch nicht vorkommen. Unter ihnen gibt es auffallend viele Menschen, die über 80 Jahre, einige sogar über 110 Jahre alt werden.

Fazit

Aus all den genannten Gründen geht eindeutig hervor, dass die Menschen unseres Kulturkreises problemlos ohne Fleisch, Fisch oder Eier leben können. Es gibt keinen medizinisch-ernährungswissenschaftlichen Grund, warum sie diese Dinge essen müßten, wohl aber viele Gründe, warum sie ihrer Gesundheit zuliebe darauf verzichten sollten.

(Quelle: „Vegetarisch leben“, R. Zürrer u. Armin Risi, Govinda Verlag 1999)